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Die Geschichte von Márkó
Von Dr. János Bakonyi (1913 -1966)

Márkó vor der Besiedlung
Der Ort Márkó befindet sich im Bezirk Veszprém, Ungarn, nur 8 km nordwestlich der Stadt Veszprém. Obwohl die Ortschaft im 18. Jahrhundert gegründet wurde, kann man heute die Geschichte der Puszta-Aussenposten erkennen, die sich früher hier befanden. Sie bildeten die Basis für eine neue dörfliche Entwicklung. Diese Vorgängerorte waren Bere, Mesteri Endréd (Andráspüspöki) und Szentmárk.

Bere - ein Puszta-Aussenposten östlich von Márkó - war am Ostufer des Baches gelegen, der im Káptalan Wald entspringt. Heute noch wird die Erhöhung Káptalan-Hügel genannt, an deren Spitze die alte Kapelle gestanden hat. Nach einem Dokument aus Veszprém von 1082, besaß der Káptalan von Veszprém 50 Joch (85 Tagwerk) Land, drei Weingärten (Weinberge?) mit zwei Winzern, Wälder an zwei verschiedenen Orten sowie Felder und Wiesen. Da wir uns hier auf ein imitiertes Dokument verlassen, das im 13. oder 14. Jahrhundert hergestellt wurde, kann das oben erwähnte nur als Tatsache für diese Epoche akzeptiert werden, oder vieleicht
auch für die Zeitspanne von zwei Lebensperioden davor.

Im Jahr 1269 war Bere im Besitz des Adeligen Pósa Zák, bis er es für 40 Silbermark an den Adeligen Meister Konrád Zák verkauft hatte. Im Jahr 1358 ging der Besitz von Bere auf Zák Konráds Cousin Meister Domonkos durch Erbschaft über. Köegyháza erscheint in verschiedenen Schriften dieser Zeit und taucht wieder auf in Schriften von 1752. Weiter finden wir, dass im Jahr 1439 die Familie Derecskei, als Teil eines Gelübdes von Lászlo Varangai, die Rechte an Bere und Teile von Padar haben. 1452 wurde das unbewohnbare Bere von Mihály Faiszi-Ányos und Lászlo Derecskei an den Káptalan von Veszprém für 387 Gold Forint verkauft. Der Verkauf dieser Besitztümer im Jahr 1453 durch Lászlo Derecskei wurde bestätigt durch König Lászlo V. Beim Kongress von Pannonhalma (1455) widersprach Gergely, der Regent von Bakonybél, diesem Verkauf.

Im Jahr 1452 betrachtete der Káptalan von Veszprém Bere als sein Eigentum und verbot die Nutzung der Wälder von Bere durch die Klosterfrauen von Veszprém-Tal. 1454 fand eine Begehung des Besitzes statt, und eine Markierung der Grenzen wurde vorgenommen. Ab dieser Zeit bis zur Ankunft der deutschen Siedler (1641) war der Káptalan von Veszprém unbestrittener Eigentümer des Bere-Landes. In 1503 teilten die Mitglieder des Káptalans die Felder und Wiesen von Bere unter sich auf. In 1641 beschwerte sich der Káptalan bei den Veszprémern und den Szentgálern über Störungen in Bere. Obwohl König Lipot I. im Jahr 1672 einen Schutzbrief verfasste mit den entsprechenden Strafen (die die Benutzung des Gebietes von Veszprém, inclusive Bere, dem Militär der Veszprémer Burg verbot), wurde im darauffolgenden Jahr das Káptalan gezwungen, diese Weisungen zu lockern gegenüber dem Militär und der örtlichen Bevölkerung. In 1703 und 1733 haben sie sich ähnlich gegenüber den Veszprémern verhalten. Márton Biró, der Gross-Probst von Veszprém, markierte und bestimmte das Gebiet bei den Ruinen der Kapelle von Bere als das Gebiet für die deutschen Siedler. Folgendes kann auf einer Karte von 1766 gelesen werden: "Deserta Ecclesia Berei Chapel vocata." In den Jahren 1798 und 1829 wird es immer noch Kapellenplatz genannt. Der Name Kapellenwiesen stammte von der Bere-Kapelle und befand
sich genau westlich davon, wie auf auf den Landkarten von 1839-1840 zu sehen ist.
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Johanna Simon (1905-1990) erzählt über Sitten und Bräuche in Marko, über die Schule, die Kirche, die Vertreibung, ihren einzigen Besuch in der alten Heimat und über die Reise nach Amerika:

Donauschwäbsche Hochzeit 1
Donauschwäbsche Hochzeit 2
Brautspruch
Bratwurst-Lied
Der Hausbau
Opa's Lieblingslied
Die Söhne
Die Ernte/Feldarbeit
Kirchweih'
Schule 1
Schule 2
Der Pfarrer 1
Der Pfarrer 2
Der Pfarrer 3
Die Vertreibung 1
Die Vertreibung 2
Die Vertreibung 3
Heimatbesuch 1
Heimatbesuch 2
Amerika 1
Amerika 2